KfW Foerderung Energieeffizienz

Förderkredite und Zuschüsse für energieeffizientes Bauen jetzt beantragen

Seit dem 1. Juli 2021 können sämtliche neuen Förder­kredite und Zuschüsse der „Bundes­förderung für effiziente Gebäude (BEG)“ beantragt werden. Die Förderung gilt sowohl für Neubauten als auch für die Sanierung sowie einzelne energetische Maßnahmen. Sie löst die bisherigen KfW-Förderungen zur Energieeffizienz und für erneuerbare Energien ab.

Die Bundesförderung „BEG“ kann für Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäuser in Anspruch genommen werden.

Für folgende Maßnahmen werden Förderkredite oder Zuschüsse gewährt:

  • Energieeffizienten Neubauten
  • Energetische Sanierung einer bestehenden Immobilie
  • Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung einer Bestandsimmobilie
  • Fachplanung und Baubegleitung

Die Beantragung der Förderung von Einzelmaßnahmen ist bereits seit dem 1. Januar 2021 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) möglich. Details dazu finden sich in einem eigenen Blogbeitrag.

Zuschüsse von bis zu 75.000 Euro möglich

Die Höhe des Förderkredits oder Zuschuss’ hängt von der Art der Maßnahme und insbesondere der Effizienzhausstufe, die mit der Maßnahme erreicht wird, ab. Als Faustregel gilt: Je besser die erreichte Effizienzhausstufe, desto höher die Förderung.

Die maximalen Fördersummen betragen:

  • Kredit in Höhe von bis zu 150.000 Euro je Wohneinheit für ein Effizienzhaus
  • Zuschuss von bis zu 37.500 Euro je Wohneinheit beim Kauf oder Bau eines Effizienzhauses
  • Sanierungszuschuss von bis zu 75.000 Euro je Wohneinheit für die Sanierung einer Bestandsimmobilie zum Effizienzhaus

Im Rahmen der „Bundes­förderung für effiziente Gebäude“ werden fünf Effizienzhausklassen bei Neubau unterschieden:

  1. Effizienzhaus 40 Plus (150.000 / 37.500 Euro)
  2. Effizienzhaus 40 (120.000 / 24.000 Euro)
  3. Effizienzhaus 40 EE (150.000 / 33.750 Euro)
  4. Effizienzhaus 55 (120.000 / 18.000 Euro)
  5. Effizienzhaus 55 EE (150.000 / 26.250 Euro)

Das Kürzel EE steht für Erneuerbare-Energien-Klasse, zum Beispiel durch Einsatz einer Luft-Wärme-Pumpe. Neubauten aus schlechteren Effizienzklassen (wie die frühere “KfW-70”) werden nicht gefördert. Bei der Sanierung eines Bestandshauses können auch noch jenseits der Klasse 55 finanzielle Mittel gewährt werden (bis Klasse 100 oder sogar höher im Fall von Denkmälern).

Antrag muss für Beginn der Maßnahme gestellt werden

Die Fördermittel können ab dem 1. Juli 2021 beantragt werden. Voraussetzung ist, dass der Förderantrag vor Durchführung der Maßnahmen gestellt wird. Die KfW beschreibt den typischen Ablauf der Beantragung wie folgt:

1. Für die Förderung muss von Beginn an ein Energieeffizienz-Experte (EEE) beauftragt werden. Er soll sicherstellen, dass mit Umsetzung der Maßnahmen die gewünschten Klimaschutzziele erreicht werden. Zugelassen sind nur jene Energieeffizienz-Experte, die in der Expertenliste für Förderprogramme des Bundes bei der Deutschen Energie-Agentur (dena, Suche nach Experten) geführt sind. Die KfW übernimmt 50% dieser Beratungskosten.

2. Im nächsten Schritt gilt es, den Förderkredit bzw. den Zuschuss zu beantragen. Der Kredit wird von einem deutschen Geldinstitut bei der KfW beantragt. Dies können Verbraucher nicht selbst machen. Anders beim reinen Förderzuschuss ohne Kredit: Verbraucher können diesen selbst im KfW-Zuschussportal beantragen. Dazu ist eine kostenlose Registrierung erforderlich.

3. Ganz wichtig: Starten Sie mit der Umsetzung der Maßnahmen bzw. unterschreiben Sie Liefer- und Leistungsverträge erst nach Beantragung der Fördermittel. Soll der Kauf einer Immobilie gefördert werden, ist ein vorheriges Beratungsgespräch mit einem Finanzierungsberater nachzuweisen.

4. Wenn die Arbeiten an der Immobilie abgeschlossen sind bzw. der Kauf getätigt wurde, reicht man die Nachweise bei der KfW ein. Die entsprechenden Dokumente erhält man vom Energie­effizienz-Experten oder bei Erneuerung oder Optimierung einer Heizung vom durchführenden Fach­unter­nehmen. Die KfW überprüft die Bestätigung und schreibt die Zuschüsse gut.

Detaillierte Informationen zu den Förderkrediten (Programme 261, 262) und den Förderzuschüssen (Programm 461) finden sich auf der Webseite der KfW. Antworten liefern auch die FAQ auf der Webseite des Bundeswirtschaftsministeriums.

Folgende Förderprogramme der KfW können übrigens seit dem 1. Juli nicht mehr neu beantragt werden:

  • Energieeffizient Bauen (153)
  • Energieeffizient Sanieren – Kredit (151, 152)
  • Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss (430) – für Sanierungen zum KfW-Effizienzhaus
  • Energieeffizient Sanieren – Zuschuss Baubegleitung (431)
  • Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit (167)

Foto: Franck-Boston/istockphoto.com


Bewertung Google

Proven Expert Bewertung

Scroll to Top