Neues Modell Grundsteuer Hamburg Wohnlagenmodell

Hamburger Senat verabschiedet neue Grundsteuer ab 2025

Der Hamburger Senat hat das neue Modell zur Ermittlung der Grundsteuer für die Hansestadt verabschiedet. Nach langem Ringen hinter den Kulissen einigten sich die führenden Fraktionen im Senat von SPD, Die Grünen und CDU auf das sogenannte “Wohnlagenmodell”. Das berichtete Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) bei Twitter. Damit weicht die Hansestadt von der deutschlandweiten Regelung des Bundesfinanzministeriums, die als “Flächenmodell” bezeichnet wird und als sehr kompliziert gilt, ab. Möglich macht dies eine Öffnungsklausel, die den einzelnen Bundesländern eigene Regeln zur Ermittlung der Grundsteuer erlaubt. Über die Hintergründe hatten wir bereits im vergangenen Jahr in einem ausführlich Blogbeitrag zum Hamburger Grundsteuermodell berichtet.

Grundsteuer in Hamburg beträgt rund 500 Millionen pro Jahr

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, werden in Hamburg künftig die Wohnlage und die Nutzung in die Ermittlung der Grundsteuer einbezogen. Laut Finanzsenator soll die Grundsteuer in Hamburg mit einem Gesamtvolumen von etwa 500 Millionen Euro sowohl im Gewerbe- wie im Wohnbereich nach der Änderung ab 2025 aufkommensneutral bleiben. Wie das Hamburger Abendblatt weiter schreibt, sei die Neuregelung in Hamburg nach Auffassung des Senats auf den großen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum zugeschnitten. Denn die neue Grundsteuer bevorzuge das Wohnen, weil es bei der Bemessungsgrundlage auch nach Flächengrößen und Wohnlagen geht und nicht nur nach Bodenrichtwerten. Für leerstehende baureife Grundstücke, die aus Spekulationsgründen unbebaut bleiben, soll eine höhere Grundsteuer C eingeführt werden.

Eigentümer müssen Grundstücksdaten übermitteln

Im Jahr 2022 werden nun im ersten Schritt alle Grundeigentümer in Hamburg zur Abgabe einer Feststellungserklärung aufgefordert werden. Darin sind laut Abendblatt neben Name und Steuer-ID die sogenannte Belegenheit, also die Nutzung, die Grundfläche, sowie die Wohn- und Nutzfläche der Gebäude mitzuteilen. Auf Basis dieser Daten will die Finanzbehörde anschließend bis 2024 die hamburgweit gültigen Hebesätze festlegen, die dann über die tatsächliche Höhe der Steuer für die Grundeigentümer entscheidet.

Foto: Stadtratte/istockphoto.com


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