Bundestag beschließt Neuregelung der Vergütung von Maklern. Provision beim Verkauf von Haus und Wohnung wird künftig zwischen Verkäufer und Käufer geteilt

Bundestag beschließt: Maklerkosten werden beim Verkauf voraussichtlich ab Ende 2020 geteilt

Update: Im Juni hat auch der Bundesrat erwartungsgemäß dem Gesetzesentwurf zu Neuregelung der Maklerprovision bei privaten Immobilienverkäufen seinen Segen gegeben. Damit kann das Gesetz am 23. Dezember 2020 in Kraft treten. Sprich: Maklerverträge, die nach Inkrafttreten geschlossen werden, unterliegen der neuen Rechtslage. Bis zu diesem Zeitpunkt gelten die bisherigen Regelungen.

Unser Video erklärt die Neuregelung der Makler-Provision.

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Der Bundestag hat am 14. Mai 2020 mit den Stimmen der Regierungsparteien die Vergütung des Maklers beim privaten Verkauf von Immobilien neu geregelt. Damit gilt ab Inkrafttreten des Gesetzes künftig bundesweit einheitlich, dass sich Käufer und Verkäufer die Provision teilen, wenn der Makler für beide Parteien tätig wird. Dies ist beim Verkauf von privaten Häusern und Wohnungen üblicherweise der Fall. Das Gesetz wird sechs Monate nach seiner Verabschiedung im Bundesrat und der Verkündung Ende 2020 in Kraft treten.

Bisher waren die Regelungen in den Bundesländern unterschiedlich. In rund Dreivierteln der 16 deutschen Bundesländer wurde die Provision bereits vor der gesetzlichen Neuregelung zwischen Käufer und Verkäufer geteilt. Anders in Hamburg: Hier zahlte bisher in der Regel der Käufer die volle Provision. Keine Regelung hat der Bundestag zur Höhe der Provision getroffen. In Hamburg bleibt es damit bei dem seit langem regional üblichen Satz von 6,25%, der die gesetzliche Mehrwertsteuer von 19% enthält. Der Makler erhält netto also eine Provision von rund 5,25%. Ferner hat der Bundestag eine neue Formvorschrift für Maklerverträge eingeführt. Ein Maklervertrag über den Verkauf eines Einfamilienhauses oder einer Eigentumswohnung bedarf künftig der Textform. Eine mündliche Abrede genügt dann nicht mehr.

Verkäufer können alte Regelung noch einige Monate in Anspruch nehmen

Mit der Neuregelung gilt ab 2021 der Grundsatz, dass derjenige, der einem Immobilienmakler als zweites einen Auftrag erteilt, nicht mehr zahlen soll als der erste Auftraggeber. Typischerweise handelt es sich bei dem Zweitauftraggeber um den Käufer. “Dieser soll künftig nicht mehr alleine die Provision zahlen, wenn der Immobilienmakler vom Verkäufer zuerst ins Boot geholt wurde. Das bedeutet, dass der Immobilienmakler nicht mehr provisionsfrei für den Verkäufer tätig werden kann”, berichtet der Immobilienverband IVD in einer aktuellen Stellungnahme.

Der IVD beschreibt die Folgen der Neuregelung in seiner Stellungnahme weiter wie folgt: “Die Teilung soll für zwei Fallgruppen gelten. Die erste betrifft den Fall, in dem Verkäufer und Käufer beide einen Maklervertrag schließen. Diese Konstellation dürfte die häufigste sein, in der also zunächst zwischen Makler und Verkäufer ein provisionspflichtiger Maklervertrag geschlossen wird, zum Beispiel mit einer Provision in Höhe von 3% zuzüglich Umsatzsteuer. Der Makler bietet das Objekt anschließend öffentlich an, worauf sich ein Interessent meldet. Mit diesem schließt der Makler ebenfalls einen Maklervertrag. Die vereinbarte Provision beträgt gleichlautend 3% plus Umsatzsteuer. Die zweite – deutlich seltenere Konstellation – betrifft den Fall, in dem nur der Verkäufer oder Käufer einen Maklervertrag schließt. In dieser Fallkonstellation gilt künftig, dass der Zweite nicht mehr zahlt als der Erste.”

Ergänzend hat der Bundestag geregelt, dass die neuen Regeln nur gelten, wenn der Käufer der Immobilie ein privater Verbraucher ist. Handelt der Käufer hingegen im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit, kann die Verteilung der Maklerkosten auch weiterhin frei vereinbart werden.

Dr. Ingo Kohlschein, Inhaber des Maklerbüros Hamburger Immobilien, sagt zu der Neuregelung: “Eine Verteilung der Provision auf Verkäufer und Käufer durch den Gesetzgeber ist grundsätzlich nachvollziehbar. Es ist in der Regel so, dass wir für beide Seiten tätig sind.” Beim Verkäufer müsse nun vom Makler bessere Überzeugungsarbeit geleistet werden. Dafür sieht sich Kohlschein gut gerüstet. “Wir machen unsere aufwändige Tätigkeit für den Verkäufer vollständig transparent und bieten viele Extra-Leistungen wie Marktpreis-Schätzungen, Grundrisse und exklusive Vermarktungs-Videos. Damit heben wir uns überzeugend vom Wettbewerb ab. Wir erachten unsere Arbeit schon immer als w-e-r-t-voll.”

Bis zum Inkrafttreten des Gesetzes Ende Dezember 2020 können Verkäufer in Hamburg noch die alte Regelung in Anspruch nehmen. Sollten Sie den Verkauf Ihrer Immobilie jetzt in die Wege leiten wollen, sprechen Sie uns gerne an. Wir sind unter 040 / 8797 5446 jederzeit für Sie verfügbar.


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