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Grüne sprechen sich für Stopp neuer Einfamilienhäuser in Hamburg aus

Diese Initiative der Hamburger Grünen schlägt hohe Wellen: Sie wollen künftig beim Beschluss neuer Bebauungspläne auf die Ausweisung von Einfamilienhäusern verzichten.

Wie das Hamburger Abendblatt in seiner Ausgabe vom 2. November berichtet, sei in der Koalitionsvereinbarung von Grünen und SPD für den Bezirk Nord festgeschrieben worden, dass in neuen Bebauungsplänen keine Einfamilienhäuser mehr ausgewiesen würden.

Das Abendblatt zitiert den Chef der Grünen-Bezirksfraktion in Nord, Michael Werner-Boelz: “Wir brauchen dringend bezahlbaren Wohnraum, um die wachsende Nachfrage zu befriedigen.” Im Geschosswohnungsbau könne man deutlich mehr Familien oder Wohnungssuchenden auf der gleichen Grundstücksfläche ein neues Zuhause bieten als in Einfamilienhäusern. Die Grünen sind seit der Wahl der Bezirksversammlung im Mai 2019 mit Abstand stärkte politische Kraft in Hamburg-Nord. Die Position  der Grünen in Nord sieht Landeschefin Anna Gallina als Perspektive für ganz Hamburg. Man wolle das Grün schützen und zugleich bezahlbaren Wohnraum schaffen, zitiert das Abendblatt die Politikerin.

FDP und CDU haben sich klar gegen die Pläne der Grünen ausgesprochen. Sie wollen Familien auch künftig die Möglichkeit bieten, ein Einfamilienhaus im Hamburger Stadtgebiet zu bauen. Laut Statistikamt gibt es die mit Abstand meisten Einfamilienhäuser im Bezirk Wandsbek, gefolgt von Altona und Eimsbüttel.

Die Initiative der Grünen gilt übrigens nur für neue Bebauungspläne. Bestehende Bebauungspläne behalten ihre Gültigkeit. Damit kann am Platz eines bisherigen Einfmailienhauses in der Regel auch ein Solches an gleicher Stelle wieder errichten. Es sei denn…, der Plan wird zwischenzeitlich geändert.

Grüne sprechen sich für Stopp neuer Einfamilienhäuser in Hamburg aus

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