Immobilien-Makler in Hamburg finden

Finden Sie den passenden Immobilien-Makler in Hamburg – 10 Tipps

Wer in Hamburg ein Haus, eine Wohnung oder ein Grundstück verkauft, sieht sich einer unüberschaubaren Zahl von Immobilien-Maklern gegenüber. Die Gesamtzahl der Immobilien-Makler wird in Hamburg auf über 1.000 geschätzt. Der Wettbewerb ist groß und entsprechend aggressiv verhalten sich manche Anbieter, um an neue Verkaufsobjekte zu gelangen. „Wenn sich Eigentümer als Verkaufskandidaten auf den einschlägigen Plattformen zu erkennen geben, werden sie umgehend von Dutzenden Makleranfragen überschwemmt“, sagt Dr. Ingo Kohlschein vom Unternehmen Hamburger Immobilien, der selbst zu den renommierten Maklern der Hansestadt gehört. „Und viele Kolleginnen und Kollegen kämpfen dann sehr verbissen um den Interessenten, sie geben oft über Monate keine Ruhe“, erläutert Kohlschein.

Doch wie lässt sich ein passender Immobilien-Makler in Hamburg am besten finden? Worauf sollten verkaufende Eigentümer bei der Wahl ihres Maklers achten? Die folgende Checkliste mit 10 wichtigen Punkten hilft bei der Auswahl des passenden Maklers.

1. Der beste Rat: Empfehlung aus dem Freundes- und Familienkreis

Wer plant, eine Immobilie in Hamburg zu verkaufen, sollte sich frühzeitig mit Verwandten und Freunden unterhalten – sofern keine persönlichen Gründe dagegen sprechen. Denn womöglich stellt sich in solch einem Gespräch heraus, dass bereits jemand aus der Familie oder eine Freundin bzw. ein Freund, eine Immobilien verkauft oder gekauft und dabei Erfahrungen mit einem bestimmten Makler gemacht hat. Dieser persönlichen Empfehlung kann man vermutlich am besten vertrauen. Es lohnt sich ferner, Fragen zu stellen, wie der Verkauf genau ablief und was der Makler zu welchem Zeitpunkt getan hat.

Bei Empfehlungen im Internet sollte man genau hinschauen. Denn leider lassen sich solche „Empfehlungen“ leicht fälschen. Wirkt die Empfehlung echt? Wann wurde sie von wem geschrieben? Passt sie zum Angebot des Maklers und den zuletzt vermittelten Objekten? Kann man die Verfasser womöglich anschreiben und nachfragen? So lässt sich herausfinden, ob die Bewertung tatsächlich von einem Kunden des Maklers abgegeben wurde.

2. Regionales Know-how und Nähe sind wichtig

Einen Immobilien-Makler sollte man aus der Region der zu verkaufenden Immobilie wählen. Einerseits kann ein Makler aus der Region die für die Preisfindung wichtigen Kriterien der Mikro- und Makro-Lage korrekt bestimmen. Denn nur so lässt sich eine valide Wertermittlung für eine Immobilie durchführen. Andererseits ist ein regional tätiger Makler zügig vor Ort, um Termine mit den Verkäufern und Interessenten wahrzunehmen. Für die Metropolregion Hamburg sollte man also einen Makler wählen, der dort seinen Sitz hat – je näher am Objekt desto besser.

3. Erfahrung und Referenzen zählen doppelt

Bei der Auswahl des Immobilien-Maklers sollte ein genauer Blick auf die in den vergangenen 24 Monaten von ihr bzw. ihm vermittelten Objekte geworfen werden. Sind Objekte darunter, die dem eigenen ähnlich sind in Bezug auf Art, Lage und Wert der Immobilie? Denn entscheidend bei der Wahl des Maklers ist dessen Erfahrung. So werden Fehler vermieden und die Maklerin bzw. der Makler können Interessenten kompetent beraten.

4. Online-Auftritt und digitale Kompetenz

Beim Verkauf von Immobilien zählt digitales Know-how besonders viel. Denn die Vermarktung und die Kommunikation mit Interessenten laufen heutzutage fast ausschließlich auf digitalen Plattformen. Aushängeschild ist dabei die eigene Webseite der Makler bzw. des Makler-Unternehmens. Finden sich dort umfassende Informationen zum Verkauf von Immobilien? Sind moderne Tools wie Empfehlungen, ein Blog zu Immobilienthemen und ein Newsletter verfügbar? Ist der Makler auf Facebook und Twitter vertreten? Falls dies bejaht werden kann, hat der Makler vermutlich eine umfassende digitale Expertise, um den den Verkauf modern und zeitgemäß zu organisieren.

5. Verbindlichkeit und schnelle Reaktion

Bei der Kommunikation mit dem womöglich künftigen Makler findet man schnell heraus, ob man sich auf sein Wort verlassen kann. Tut er stets, was er zugesagt hat? Oder muss man nachfragen und werden Fristen nicht eingehalten? Das wäre ein deutliches Warnsignal. Denn es ist davon auszugehen, dass diese Versäumnisse nach Abschluss eines Maklervertrags eher zu- als abnehmen. Wichtig ist auch die Reaktionsgeschwindigkeit. Fragen sollte der Makler immer zeitnah beantworten und für die Verkäufer auch abends und am Wochenende verfügbar sein. Denn beim Immobilienverkauf sind Reaktionsgeschwindigkeit und Verfügbarkeit wichtiger als Bürozeiten.

6. Fotos und Exposés in Best-Qualität

Es lohnt sich ein aufmerksamer Blick in die Exposés des Maklers. Sind die Fotos in guter Qualität aufgenommen und die Immobilien dafür vorbereitet worden (siehe „Home Staging„). Oder wurde lieblos mit dem Handy in chaotisch anmutende Räume fotografiert? Ist der Exposé-Text für die Immobilie ansprechend formuliert und beschreibt er die Immobilie vollständig und in attraktiver Weise? Ein Warnsignal sind Rechtschreibfehler und fehlende Pflichtangaben wie zum Energieausweis oder zur Provisionspflicht.

7. Maklervertrag ohne Haken und Ösen dank AGB-Gesetz

Manche Makler versuchen durch handschriftliche und individuelle Vereinbarungen, das AGB-Gesetz zu umgehen. Doch davon sollte man sich nicht täuschen lassen. Wenn Makler regelmäßig Wohnimmobilien vermitteln, unterliegt der entsprechende Maklervertrag dem AGB-Gesetz. Und das ist auch gut so, denn es schützt Verbraucher davor, von gewerblichen Anbietern wie Maklern unrechtmäßig benachteiligt zu werden. Das AGB-Gesetz bzw. die dazu gehörende höhere Rechtsprechung untersagt eine Vielzahl von Maklerklauseln wie zum Beispiel das Verbot des Privatverkaufs, unbeschränkte Laufzeiten oder die Vorkenntnisklausel. Der vom Makler vorgeschlagene Vertrag sollte auf diese Punkte hin genau überprüft werden. Die gemäß AGB-Gesetz nicht zulässigen Klauseln eines Maklervertrags finden sich in diesem Blog-Beitrag.

8. Expertise in rechtlichen und steuerlichen Fragen

Die Maklerin bzw. der Makler dürfen keine rechtliche und steuerliche Beratung ausüben. Das ist aus gutem Grund den entsprechenden Standesberufen wie Rechtsanwälten, Notaren und Steuerberatern vorbehalten. Trotzdem sollte der Makler aus seiner beruflichen Praxis heraus in der Lage sein, entsprechende Tipps zu rechtlichen und steuerlichen Fragen zu geben. Ein guter Makler wird außerdem wissen, in welchen Fragen ein Anwalt oder ein Steuerberater unbedingt hinzugezogen werde sollte und entsprechende Experten empfehlen können.

9. Vorsicht für Provisionstricksern

Der Gesetzgeber hat Ende 2020 neue und eindeutige Regeln für die Zahlung der Makler-Provision beim Verkauf privater Wohnimmobilien erlassen. Wenn Makler versprechen, dass Verkäufer keine Provision beim Verkauf eines Einfamilienhauses oder einer Eigentumswohnung zu zahlen hätten, ist Vorsicht geboten. Denn in der Regel bedeutet das einen klaren Gesetzesverstoß und dies sollte Misstrauen wecken. Solch ein Makler wird sich womöglich auch in anderen Punkten nicht an Recht und Gesetz halten.

10. Und zuletzt: Der persönliche Eindruck

Wenn alle Rahmenparameter für die Wahl einer bestimmten Maklerin bzw. eines Makler sprechen, sollte man dennoch nicht den persönlichen Eindruck außer Acht lassen. Denn die Vermittlung von Immobilien ist Vertrauenssache. Man sollte daher auch auf sein „Bauchgefühl“ hören, ob man mit der Person in den kommenden Monaten intensiv zusammenarbeiten möchte. Wird die Person die gemachten Versprechen einhalten? Schließlich geht es beim Verkauf und Kauf von privaten Wohnimmobilien für die meisten Menschen oft um das größtes Vermögensgeschäft ihres Lebens.

Foto: izusek/istockphoto.com


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